Auch für mittelständische Betriebe gilt zunehmend, was in den großen Unternehmen schon längst die Regel ist: Das Vorhandensein einer international zusammengesetzten Belegschaft. Um auf einen fremdsprachigen Kollegen oder sogar Vorgesetzten zu stoßen, muss man nicht mehr Auslandsprojekte für seinen Arbeitgeber managen, auch in Deutschland kommt der Kollege im Blaumann oder Arztkittel immer öfter aus dem Ausland. Und darum stellt sich für die Beteiligten am Arbeitsplatz die Frage des Miteinanderumgehens!
Anders formuliert: Interkulturelles Management muss von den Führungskräften eines Betriebes geleistet, interkulturelles Denken von den Mitarbeitern akzeptiert werden. Wer in einem globalisierten Markt unternehmerische Erfolge erzielen, mit aus- und inländischen Mitarbeitern möglichst reibungslos den Arbeitsalltag gestalten will, sollte über diese Kompetenzen verfügen:
 | das Interesse an anderen Kulturen wachhalten
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 | die Bereitschaft, sich über andere Völker und Staaten Wissen aneignen
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 | die Bereitschaft, ausländische Mitarbeiter als Person akzeptieren
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 | ausländische Kollegen am Arbeitsplatz in ihren Integrationsbemühungen unterstützen
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 | während des Auslandsaufenthaltes dort geltende Verhaltensregeln kennenlernen und einhalten |
Dabei ist es sinnvoll, nicht in eine kritiklose Bewunderung all dessen zu verfallen, was aus dem Ausland kommt. Wer sich im Bewerbungsgespräch so verhält, setzt sich dem Verdacht aus, ein „naiver Gutmensch“ zu sein. Interkulturelles Denken bedeutet, keine Kultur unangemessen zu verherrlichen oder in Bausch und Bogen zu verdammen. Sowohl positive als auch negative Vorurteile sollten hinterfragt und ausgeräumt werden.
Fragen im Bewerbungsinterview zum Testen dieser Kompetenz lauten:
 | Wie bewerten Sie die Risiken und Chancen einer interkulturellen Gesellschaft?
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 | Ist Deutschland ein Einwanderungsland?
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 | Was halten Sie von der Globalisierung?
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 | Haben Sie ausländische Freunde oder Bekannte?
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 | Was halten Sie von Ehen zwischen In- und Ausländern?
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 | In welchem Land würden Sie gerne längere Zeit leben und arbeiten?
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 | Was unternehmen Sie, um mit ausländischen Fachleuten in Ihrem eigenen Beruf auch künftig konkurrieren zu können?
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 | Was würden Sie aus fremden Kulturen auf Ihre eigene übertragen und was nicht? |
Entscheidend ist, dass Sie als Kandidat die Bereitschaft erkennen lassen, innere Grenzen zu sehen und zu überwinden. Dabei sollen Sie nicht die eigenen Wurzeln verleugnen. Wer auf andere aufmerksam und gelassen zugehen will, muss in sich selbst ruhen. Alles andere führt rasch zu Unsicherheit, aus der gegenseitige Ablehnung und Ausgrenzung resultieren, was wiederum zu Reibungsverlusten in der betrieblichen Praxis führt.