|
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Berufswahl 2008

25.01.08 - Alle Jahre wieder stellt sich für Heerscharen von Schulabsolventen und –abgängern die Frage nach der richtigen Berufswahl. Darum werden an dieser Stelle die wichtigsten Grundsätze aufgelistet, nach denen jeder künftige Jobstarter verfahren sollte, um nicht überflüssige Enttäuschungen erleben zu müssen.
Hier sind sie:
Beginnen Sie rechtzeitig, Informationen über Berufsfelder und Berufe zu sammeln, die für Sie selbst in Betracht kommen. Tun Sie dies bereits in den letzten Jahren Ihrer Schulzeit. So bleiben Sie auf dem Laufenden, was Veränderungen und Entwicklungen in Bezug auf den angestrebten Beruf betrifft und die für Sie bei Ihrem Berufseinstieg bedeutsam werden.
Machen Sie sich intensiv Gedanken darüber, wo Sie Ihre künftigen beruflichen Stärken sehen. Als Wegweiser dienen Ihnen dabei
- Ihre Schulnoten in den unterschiedlichen Fächern
- Ihre außerschulischen ernsthaften Aktivitäten, also nicht bloß Hobbies und oberflächliche Freizeitangebote
- Suchen Sie Kontakt zu Vertretern der Berufe, die für Sie in Betracht kommen. Nutzen Sie dazu Praktika bei den entsprechenden Unternehmen, Behörden, Institutionen usw. Melden Sie sich rechtzeitig an und vereinbaren Sie eine Dauer von wenigsten einer Woche, besser länger. Nur so gewinnen Sie nicht bloß einen ersten unvollständigen Einblick in den Beruf. Lehrer, Berufsberater usw. verfügen allenfalls über theoretische Kenntnisse von anderen Berufen. Sie brauchen Infos aus der Praxis. Und die bekommen Sie nur in der Praxis.
- Hören Sie nicht auf die unklaren und teilweise dummen Bemerkungen von Mitschülern und anderen, die bestimmte Modeberufe „cool“ oder „geil“ finden. Früher wollten die meisten Jungen Kfz-Mechaniker und die meisten Mädchen Friseurinnen werden. Heute sind allen Ernstes primär Popstar, Schauspieler, Polizist oder Feuerwehrmann angesagt. Und zwar deswegen, weil insbesondere im Fernsehen diese Berufe ständig – und zwar falsch, weil unvollständig – dargestellt werden.
- Reduzieren Sie Ihre Bemühungen nicht von Anfang an auf einen einzigen Beruf. Ziehen Sie verwandte Berufe in Betracht.
- Prüfen Sie genau, ob Ihr angestrebter Schulabschluss und Ihre Schulnoten ausreichen werden, um sich mit Aussicht auf Erfolg bewerben zu können.
- Nehmen Sie ruhig an einem Berufsfindungstest teil. Aber überschätzen Sie dessen Ergebnis nicht.
- Wenn Sie studieren wollen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, ob der von Ihnen angestrebte Studiengang an einer Universität oder einer Fachhochschule angeboten wird. Und ob Ihre Abiturnote ausreichen wird. Überprüfen Sie auch, welchen Rang und welche Reputation die Professoren der in die nähere Wahl gezogenen Uni oder FH in der Hochschullandschaft haben. Mittlerweile gibt es so genannte Elite-Universitäten.
- Nach Abschluss Ihrer Berufsausbildung oder Ihres Studiums wollen Sie auch einen angemessenen Erstjob haben. Folglich kommt es darauf an, eine Prognose hinsichtlich der wirtschaftlichen Bedeutung Ihres Berufes oder Berufsfeldes zu erstellen. Dies ist nicht leicht, weil niemand über Jahre hinweg in die Zukunft schauen kann. Auch wirtschaftliche Entwicklungen geschehen kurzfristig und nicht absehbar. Versuchen Sie daher den Spagat zwischen persönlicher beruflicher Spezialisierung einerseits und einer möglichst großen Verwendungsbreite andererseits dadurch zu schließen, dass Sie neben einem großen Basiswissen Ihr Spezialistenwissen pflegen. Und sorgen Sie unbedingt für einen guten Fundus an soft-skills, also Sozialkompetenzen. Und den ersten Schritt in diese Richtung machen Sie am ersten Tag Ihrer Berufsausbildung bzw. Ihres Studiums. Prägen Sie sich diese Erkenntnis unbedingt ein!
Zuletzt das hier: Werfen Sie nicht sofort die Flinte ins Korn, wenn es mal schwierig wird. Generationen von Berufsanfängern vor Ihnen standen vor den gleichen Hürden. Denn schließlich haben die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gutes Gelingen!
Ihr
Lothar Grüning
|
<- Zurück zur Übersicht
| |
|
 |
|
 |
|
 |
|